Hanf als Lebensmittel, wurde schon in prähistorischer Zeit verwendet und in einigen Ländern (z.B. China) seit über 3.000 Jahren. Es wurde nicht nur als Nahrung, sondern auch als eine sehr vielseitige natürliche Medizin verwendet. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben viele medizinische Wirkungen von Hanf bestätigt, die unter anderem auf die Auswirkungen der essentiellen Fettsäuren und deren Metaboliten basieren.

 

Wir möchten alle Ängste, die im Zusammenhang mit Hanf stehen aus der Welt schaffen. Hanfprodukte, die für den Verzehr bestimmt sind, bestehen ausschließlich aus pflanzlicher Hanfsaat. Der Unterschied zwischen Hanfsaat (Lebensmittel, technische Saat) und psychoaktivem Hanf (Marihuana) liegt in den Inhaltsstoffen und im Verhältnis der Cannabinoide. Im psychoaktivem Hanf überwiegt das Tetrahydrogencannabinol (THC) mit psychoaktiver Wirkung, hingegen enthält die Hanfsaat in höherem Maße den Vorläufer von THC: das Cannabidiol (CBD). Alle Hanf-lebensmittel enthalten viel geringere Mengen an THC als in den offiziellen Richtwerten der Kontrollbehörden empfohlen.

 

Cannabidiol, das frei von psychoaktiven Effekten ist, kann sehr vorteilhaft auf den menschlichen Körper wirken. Mehrere Studien haben die heilende Wirkung von Cannabidiol insbesondere im Hinblick auf neuroprotektive, krampflösende, entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung, bestätigt.

Die antioxidative Wirkung von Cannabidiol ist größer als die Wirkung von Vitamin C.

Hanfsamen selbst enthalten etwa 30% ����������������������l, 25% Protein, eine signifikante Menge an Ballaststoffen, Terpenen, Sterolen und anderen Vitamine und Mineralien.

 

Als wichtigsten Inhaltsstoff erachten wir jedoch die hohen Menge der essentiellen Fettsäuren Omega-3 und 6. Hanföl enthält mehr als 80% der mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA) und ist eine reiche Quelle für Alpha-Linolensäure (ALA, Omega-3), die etwa zu 15 bis 30% enthalten ist sowie die Linolsäure (LA, Omega-6), die in etwa zu 45% bis 60% enthalten ist. Das Verhältnis Omega-6 / Omega-3-Fettsäuren im Hanföl (2: 1-3: 1) ist optimal für die menschliche Gesundheit.

 

Wenn sich dieses Verhältnis zu Gunsten von Omega-6-Fettsäuren verschiebt, kann dass entzündliche Prozesse im Körper steigern und entzündliche Erkrankungen, wie Arthritis oder Atherosklerose verschlimmern. Umgekehrt kann ein deutlicher Überschuss an Omega-3-Fettsäuren (eher selten) verursachen, dass ein Mangel an Omega-6-Fettsäuren entsteht. Dies wiederum können Patienten mit atopischer Dermatitis oder Psoriasis (Schuppenflechte) zu spüren bekommen.

 

Es gibt Hinweise, dass das Fehlen von PUFA in Zellmembranen des zentralen Nervensystems mit neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. Alzheimer oder Parkinson, zusammenhängt.

 

PUFA und deren Metaboliten wirken sich positiv auf das Lipidprofil aus, senken den Blutdruck und tragen damit wesentlich zur Prävention der Arteriosklerose mit ihren Folgen (Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.) bei. Dieser Effekt wurde auch bei Patienten mit Diabetes II festgestellt – eine tägliche Aufnahme von 10 ml Hanföl hat den Wert ihres LDL-Cholesterins, Triglycerids, Blutzuckers und Hämoglobin im Blut nachweislich gesenkt. Zur gleichen Zeit wurde bei diesen Patienten eine Erhöhung des “guten” HDL-Cholesterin Wertes festgestellt. Dieser Effekt hielt auch nach dem Absetzen des Hanföls an.

 

Bei regelmäßiger Anwendung des Hanföls bildet sich Arteriosklerose zurück. Dies geschieht auf mehreren Ebenen: PUFA regulieren nicht nur das Lipidprofil, wodurch die Bildung von Lipid-Plaques an der Gefäßwänden verhindert wird. Sie reduzieren auch die Thrombozytenaggregation und tragen somit positiv zum komplikationslosen Blutfluss bei und verhindert somit Blutgerinnsel. In diesem Zusammenhang ist es notwendig die Patienten, die sich einer gerinnungshemmenden Behandlung unterziehen (vor allem bei längerem und regelmäßigem Gebrauch von Hanföl), auf das Risiko einer erhöhten Blutungszeit aufmerksam zu machen. Es muss nicht unbedingt bedeuten, dass Sie die Verwendung von Hanfprodukten meiden müssen. Es ist aber ratsam, die Laborparameter zu überwachen und falls notwendig, die Dosis einer gerinnungshemmenden Therapie entsprechend anzupassen (jede Dosisreduktion solcher Medikamente kann vorteilhaft für den Patienten sein, denn kein Medikament ist ohne Nebenwirkungen).

 

Werden täglich 15 bis 30 ml Hanföl konsumiert, kann nach 2-4 Wochen ein verbesserter Zustand der Haut beobachtet werden. Nach 2-4 Monaten der Einnahme ist eine erhebliche Stärkung der Nägel sichtbar. Bei der täglichen Einnahme von Hanföl von der Menge eines Schnapsglases, werden nach 6-8 auch die Haare stärker und widerstandsfähiger.

 

Deutliche Verbesserungen des Hautzustandes wurden bei Patienten mit atopischer Dermatitis, Akne, Psoriasis und anderen Hauterkrankungen beobachtet. Patienten berichten vor allem über die Befreiung von Juckreiz und einer signifikante Verbesserung der Hautfeuchtigkeit. Die allgemeine entzündungshemmende Wirkung von essentiellen Fettsäure